Ahnenblót Nerthuskreis

Am 14.10.2018 haben wir, der Eldaring-  Stammtisch Nerthuskreis, unseren "Ahnenblót" an der Blanken Helle gefeiert.

 

RITUAL ZUM AHNENFEST AN HELS PFUHL, 14. 10. 2018

 

Die Gemeinschaft bildet einen Kreis um den Altar, dort entzündet sind nur zwei kleine Kerzen zur Orientierung und vier Gefäße mit Räucherkohle, zwei stehende, ein transportables. Aus Blumen und Opfergaben wurde vor dem Altar eine Spirale gelegt.

 

Die Weihe des Kreises geschieht nur mit offenen Armen und ohne Hammer (der See ist ja Hels und nicht Thors Ort).

 

Sprecher_in 1:

Heil sei Dir, Hel, Holle, Hulda, Hertha, Herrscherin des Werdens und Vergehens und des ewigen Kreislaufs des Lebens! Hier an Deinem Heiligtum feiern wir heute unser Fest. Dir und den Deinen zu Ehren, Dir und den Deinen zum Heil und voller Dank für Deine Gastfreundschaft. Hel, Holle, Hulda, Hertha, wir rufen Dich und die Deinen und laden Euch ein in unsere Mitte.

 

Sprecher_in 2:

Heil sei Dir, Nordri, Wächter des Nordens! Kräfte der Erde, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Dir, Austri, Wächter des Ostens! Kräfte der Luft, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Dir, Sudri, Wächter des Südens! Kräfte des Feuers, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Dir, Vestri, Wächter des Westens! Kräfte des Wassers, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

 

Sprecher_in 3:

Heil sei Dir, unser aller Mutter Erde! Heil sei Euch, allen Gottheiten und Geistern und Wesen, die mit uns sind.

 

Sprecher_in 1:

Heute feiern wir das Ahnenfest. Damit feiern wir die Zeit im Jahr, in der die Grenzen zwischen den Welten der Lebenden und der Toten durchlässiger sind als sonst.

 

Sprecher_in 2:

Denen, die dorthin vorangegangen sind, wohin wir alle einst gehen, reichen wir heute Nacht die Hände.  Wir laden sie ein in unsere Mitte, zeigen ihnen, wie viel sie uns bedeuten und lassen sie wissen, dass sie in dem weiterleben, was wir von ihnen erzählen.

 

Sprecher_in 3

Das Vieh stirbt, die Freunde sterben, endlich stirbt man selbst. Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben, welcher sich guten gewann.

 

Sprecher_in 1:

Das Vieh stirbt, die Freunde sterben, endlich stirbt man selbst. Doch eines weiß ich, das immer bleibt: das Urteil über den Toten

 

Sprecher_in 2:

Heute feiern wir das Ahnenfest. Das Fest, in dem wir daran erinnert werden, dass ohne Vergehen kein Werden ist und kein Leben ohne den Tod.

Auch in uns müssen immer aufs Neue Dinge vergehen. Nur so gibt es wieder Raum für neues Werden.

Möge alles, was vergeht, einen reichen, fruchtbaren Boden bereiten für alles, was kommt.

 

Sprecher_in 3:

Brand entbrennt an Brand, bis er zu Ende brennt,

Flamme belebt sich an Flamme

 

Zwei aus dem Kreis entzünden die Altarkerzen. Auf die stehenden Räuchergefäße wird Fichtenharz gelegt, das sehr lange und stark raucht und intensiv duftet.

 

"Abräuchern" aller Blót- Teilnehmer mit Alantwurzel und Bernstein, (Alantwurzel sagt man nach, sie stelle eine Verbindung zu anderen Welten her. Bernstein symbolisiert die Kostbarkeit der Verbindung zu denen, die vor uns gegangen sind.)

 

dabei:

Alle:

Runengesang: HAGALAZ für Hel

 

Sprecher_in 1:

Heil sei Dir, Hel, Holle, Hulda, Hertha, Herrscherin des Werdens und Vergehens. Wir danken Dir für Deine Gastfreundschaft. Nicht nur hier und heute bei diesem Fest- sondern auch dafür, dass Du alle die beherbergst und behütest, die uns vorangegangen sind. Und dafür, dass Du uns einmal beherbergen und behüten wirst.

Wir danken Dir für die Kraft des Vergehens. Ohne sie gäbe es keinen von uns und kein Leben um uns herum. Und wir danken dir für die Kraft des Werdens, die immer aufs Neue auf das Vergehen folgt.

Heil sei Dir, Hel, wir danken Dir!

 

Alle:

Heil sei Dir, Hel, wir danken Dir!

Runengesang: PERTHO für den Zugang zur Welt der Verstorbenen

 

Sprecher_in 2:

Heil sei Euch, unseren Ahnen, ohne die wir nicht wären

Den Müttern und Vätern unserer Sippe. Den körperlichen wie den geistigen. Ihr seid uns dorthin vorangegangen, wohin wir einst folgen. Lasst uns eure Ehre bewahren, damit wir teilhaben an eurem Heil.

Damit unser Stamm blühe, solange die Welt besteht.

Heil sei Euch, unseren Ahnen, wir danken Euch!

 

Alle:

Heil sei Euch, unseren Ahnen, wir danken Euch!

Runengesang: OTHALA für die Ahnen

 

Sprecher_in 3

Heil sei Dir, Frija, die Du unseren Lebensfaden spinnst und unser aller Schicksal kennst! Heil sei Euch, Odin und Freya, die Ihr die gefallenen Krieger zu Euch holt! Heil sei Dir, Ran, die Du die Toten des Meeres behütest, Heil sei Euch, Baldur und Hödur, die Ihr uns vorangegangen seid in Hels Reich. Heil sei Dir, Loki, Vater der Hel, Heil sei Dir, Thor, Beschützer der Lebenden! Heil sei Dir, Nerthus, Göttin unseres Kreises,  unserer Stadt und des Landes darum herum

Heil sei Euch, all ihr Göttinnen und Götter, ihr Asen, Vanen und allen, die mit uns sind!

 

Alle:

Runengesang: ANSUS für alle Götter

Runengesang: MANNAZ für unsere Gemeinschaft

 

Sprecher_in 2:

Von den Göttern zu uns

Von uns zu den Göttern.

 

Sprecher_in 3:

Von den Ahnen zu uns

Von uns zu den Ahnen.

 

In kleinen Gruppen (ca. 3-4 Leute) gehen alle durch die Spirale mit den Opfergaben,

nehmen sich etwas, gehen zum See und werfen ihre Opfergabe hinein (auch gern noch

selbst mitgebrachte).

 

Währenddessen:

Alle:

Runengesang GEBO für unsere Opfergaben

 

Sprecher_in 1:

Göttinnen und Götter, Ahninnen und Ahnen, mit unserem Opfer erbitten wir nun auch Eure Hilfe, Euren Beistand und Euren Rat.

 

Sprecher_in 2:

Alles, wovon wir uns befreien wollen, übergeben wir jetzt beim Verbrennen des Beifußes den Kräften des Vergehens und bitten Euch, es von uns zu nehmen.

 

Sprecher_in 3:

Und für das Werden danach bitten wir Euch um Eure Weisheit. Möge die Rune, die wir am Ende ziehen, Euren guten Rat uns raunen und uns Antworten geben auf die Fragen, die wir  haben.

 

In kleinen Gruppen (ca. 3-4 Leute) gehen alle schweigend zu den Räucherschalen, verräuchen den Beifuß, ziehen eine Rune.

 

Sprecher_in 1:

(Weihung der Hörner)

Den Göttern zu Ehren, den Menschen zum Gedenken

Wir bekennen uns zu unseren Göttern

Das heilige Band sei erneuert.

 

Drei gemeinsame Hornrunden des gesamten Kreises (mit einem alkoholischen und einem alkoholfreien Horn). Eine auf unsere Gott- und Wesenheiten, eien auf unsere Ahnen,  eine auf alles, was uns wichtig ist. Der Rest des Mets/Apfelsaftes geht in den See.

 

Sprecher_in 2:

Wer bleiben mag, soll bleiben

Wer gehen mag, soll gehen

***.

Am 05.11.2017 haben wir, der Eldaring-  Stammtisch Nerthuskreis, unseren "Ahnenblót" an der Blanken Helle gefeiert.

 

 

RITUAL ZUM AHNENFEST AN HELS PFUHL, 05. 11. 2017

 

Die Gemeinschaft bildet einen Kreis um den Altar, dort entzündet sind nur zwei kleine Kerzen zur Orientierung und drei Gefäße mit Räucherkohle, zwei stehende, ein transportables. Die Weihe des Kreises geschieht nur mit offenen Armen und ohne Hammer (der See ist ja Hels und nicht Thors Ort).

 

Sprecher_in 1:

Heil sei Dir, Hel, Holle, Hulda, Hertha, Herrscherin des Werdens und Vergehens und des ewigen Kreislaufs des Lebens! Hier an Deinem Heiligtum feiern wir heute unser Fest. Dir und den Deinen zu Ehren, Dir und den Deinen zum Heil und voller Dank für Deine Gastfreundschaft. Hel, Holle, Hulda, Hertha, wir rufen Dich und die Deinen und laden Euch ein in unsere Mitte.

 

Sprecher_in 2:

Heil sei Dir, Nordri, Wächter des Nordens! Kräfte der Erde, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Dir, Austri, Wächter des Ostens! Kräfte der Luft, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Dir, Sudri, Wächter des Südens! Kräfte des Feuers, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Dir, Vestri, Wächter des Westens! Kräfte des Wassers, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

 

Sprecher_in 3:

Heil sei Dir, unser aller Mutter Erde! Heil sei Euch, allen Gottheiten und Geistern und Wesen, die mit uns sind.

 

Sprecher_in 1:

Heute feiern wir das Ahnenfest. Damit feiern wir die Zeit im Jahr, in der die Grenzen zwischen den Welten der Lebenden und der Toten durchlässiger sind als sonst.

 

Sprecher_in 2:

Denen, die dorthin vorangegangen sind, wohin wir alle einst gehen, reichen wir heute Nacht die Hände.  Wir laden sie ein in unsere Mitte, zeigen ihnen, wie viel sie uns bedeuten und lassen sie wissen, dass sie in dem weiterleben, was wir von ihnen erzählen.

 

 

 

Sprecher_in 3

Das Vieh stirbt, die Freunde sterben, endlich stirbt man selbst. Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben, welcher sich guten gewann.

 

Sprecher_in 1:

Das Vieh stirbt, die Freunde sterben, endlich stirbt man selbst. Doch eines weiß ich, das immer bleibt: das Urteil über den Toten

 

Sprecher_in 2:

Heute feiern wir das Ahnenfest. Das Fest, in dem wir daran erinnert werden, dass ohne Vergehen kein Werden ist und kein Leben ohne den Tod.

Auch in uns müssen immer aufs Neue Dinge vergehen. Nur so gibt es wieder Raum für neues Werden.

Möge alles, was vergeht, einen reichen, fruchtbaren Boden bereiten für alles, was kommt.

 

Sprecher_in 3:

Brand entbrennt an Brand, bis er zu Ende brennt,

Flamme belebt sich an Flamme

 

Zwei aus dem Kreis entzünden die Altarkerzen. Auf die stehenden Räuchergefäße wird Fichtenharz gelegt, das sehr lange und stark raucht und intensiv duftet.

 

"Abräuchern" aller Blót- Teilnehmer mit Alantwurzel und Bernstein, (Alantwurzel sagt man nach, sie stelle eine Verbindung zu anderen Welten her. Bernstein symbolisiert die Kostbarkeit der Verbindung zu denen, die vor uns gegangen sind.)

 

dabei:

Alle:

Runengesang: HAGALAZ für Hel

 

 

Sprecher_in 1:

Heil sei Dir, Hel, Holle, Hulda, Hertha, Herrscherin des Werdens und Vergehens. Wir danken Dir für Deine Gastfreundschaft. Nicht nur hier und heute bei diesem Fest- sondern auch dafür, dass Du alle die beherbergst und behütest, die uns vorangegangen sind. Und dafür, dass Du uns einmal beherbergen und behüten wirst.

Wir danken Dir für die Kraft des Vergehens. Ohne sie gäbe es keinen von uns und kein Leben um uns herum. Und wir danken dir für die Kraft des Werdens, die immer aufs Neue auf das Vergehen folgt.

Heil sei Dir, Hel, wir danken Dir!

 

Alle:

Heil sei Dir, Hel, wir danken Dir!

 

Alle:

Runengesang PERTHO für den Zugang zur Welt der Verstorbenen

 

Sprecher_in 2:

Heil sei Euch, unseren Ahnen, ohne die wir nicht wären

Den Müttern und Vätern unserer Sippe. Den körperlichen wie den geistigen. Ihr seid uns dorthin vorangegangen, wohin wir einst folgen. Lasst uns eure Ehre bewahren, damit wir teilhaben an eurem Heil.

Damit unser Stamm blühe, solange die Welt besteht.

Heil sei Euch, unseren Ahnen, wir danken Euch!

 

Alle:

Heil sei Euch, unseren Ahnen, wir danken Euch!

 

Alle:

Runengesang: OTHALA für die Ahnen

 

Sprecher_in 3

Heil sei Dir, Frija, die Du unseren Lebensfaden spinnst und unser aller Schicksal kennst! Heil sei Euch, Odin und Freya, die Ihr die gefallenen Krieger zu Euch holt! Heil sei Dir, Ran, die Du die Toten des Meeres behütest, Heil sei Euch, Baldur und Hödur, die Ihr uns vorangegangen seid in Hels Reich. Heil sei Dir, Loki, Vater der Hel, Heil sei Dir, Thor, Beschützer der Lebenden! Heil sei Dir, Nerthus, Göttin unseres Kreises,  unserer Stadt und des Landes darum herum

Heil sei Euch, all ihr Göttinnen und Götter, ihr Asen, Vanen und allen, die mit uns sind!

 

Alle:

Runengesang: ANSUS für alle Götter

Alle:

Runengesang: MANNAZ für unsere Gemeinschaft

 

Währenddessen:

Austeilen der Opferblumen und der Opfer- Äpfel. (Wegen der Wasservögel sollte kein Brot geopfert werden. Deshalb die Äpfel als Zugabe. Das mit dem Brot ist abends und im Winter für die Enten zwar relativ unbedenklich, ich möchte aber nicht, dass Außenstehende das sehen und sich beschweren)

 

Sprecher_in 2:

Von den Göttern zu uns

Von uns zu den Göttern.

 

Nacheinander gehen alle zum See und werfen ihre Opfergaben (auch gern noch selbst mitgebrachte) hinein.

 

Sprecher_in 3:

Von den Ahnen zu uns

Von uns zu den Ahnen.

 

Jemand aus dem Kreis bringt einen Ahnenteller mit Speisen, die wir nachher essen und Opfergaben zum See und opfert dort den Inhalt

 

Währenddessen:

Alle:

Runengesang GEBO für unsere Opfergaben

 

Sprecher_in 1:

(Weihung der Hörner)

Den Göttern zu Ehren, den Menschen zum Gedenken

Wir bekennen uns zu unseren Göttern

Das heilige Band sei erneuert.

 

Drei gemeinsame Hornrunden des gesamten Kreises (mit einem alkoholischen und einem alkoholfreien Horn). Eine auf unsere Gott- und Wesenheiten, eien auf unsere Ahnen,  eine auf alles, was uns wichtig ist. Der Rest des Mets/Apfelsaftes geht in den See.

 

Sprecher_in 2:

Wer bleiben mag, soll bleiben

Wer gehen mag, soll gehen

***

Danach gibt es mitgebrachte Speisen zu essen, Kaffee zum Aufwärmen und alkoholfreie Getränke.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Nerthuskreis