Mitsommerblót

Am 21.06.2018 haben wir, rt.der Eldaring - Stammtisch Nerthuskreis, unseren Mitsommerblót im Park auf dem Mierendorffplatz gefeiert.

 

RITUAL ZUM MITSOMMERBLÓT  AUF DEM MIERENDORFFPLATZ

AM 21. 06. 2018

 

Die Gemeinschaft bildet einen Kreis um den Altar, an dem nur die Räucherkohle im Räuchergefäß entzündet ist. Dort wird eine Sommer- Kräutermischung verbrannt, um beim Ritual für schöne Stimmung zu sorgen. Vor dem Altar steht ein Korb mit Blumen, ein Korb mit schwarzen Runenkieseln, kleine Kräuterbündel zum Räuchern, mehrere Räuchergefäße mit bereits brennender Kohle und einige Flaschen Met.

 

Die Weihe des Kreises geschieht mit dem Hammer.

 

Sprecher_in 1

Heil sei Euch, Ihr Wächter des Nordens, Kräfte der Erde, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Euch, Ihr Wächter des Ostens, Kräfte der Luft, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Euch, Ihr Wächter des Südens, Kräfte des Feuers, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

Heil sei Euch, Ihr Wächter des Westens, Kräfte des Wassers, wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest.

 

Sprecher_in 2:

Heil sei Dir, Nerthus, Hertha, Holle, Mutter Erde, Herrscherin über diese Stadt und alles, was darin ist. Göttin des ewigen Kreislaufs, der Fruchtbarkeit und des Friedens. Aus Verbundenheit mit Dir trägt unsere Gemeinschaft Deinen Namen, Dir zum Dank und Dir zu Ehren feiern wir heute dieses Fest, wir rufen dich und laden dich zu uns ein.

 

Sprecher_in 3

Heil sei Euch, allen Gott- und Wesenheiten dieses Ortes und aller Welten, von denen so viele uns durch die erste Jahreshälfte begleitet und uns beigestanden haben. Eure Freundschaft vergelten wir mit Freundschaft. Euch zum Dank und Euch zu Ehren feiern wir heute dieses Fest, wir rufen Euch und laden Euch zu uns ein.

 

Sprecher_in 1

Heil sei Euch, unseren Ahnen, die Ihr für uns den fruchtbaren Grund bereitet habt, der uns heute nährt und beherbergt. Euch zum Dank und Euch zu Ehren feiern wir heute dieses Fest, wir rufen Euch und laden Euch zu uns ein.

 

Sprecher_in 2:

Heute feiern wir die Sommersonnenwende, den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Die Stadt ist aufgeheizt von der Sommerhitze, viele Menschen genießen draußen die Wärme und die Leichtigkeit des Lebens. Aber die Pflanzen und Tiere dürsten auch nach Wasser und vieles, was lebt, sehnt sich nach Abkühlung. Deshalb ist es gut, dass das Jahresrad sich immer weiterdreht und von nun an die Tage wieder kürzer werden. Dass alles Leben in unserer Stadt sich in den wieder länger werdenden Nachtstunden mehr und mehr von der Hitze erholen und Kraft sammeln kann. Um heil über den Sommer zu kommen, weiter zu wachsen und zu reifen und im Herbst reiche Frucht bringen zu können.

 

Die Kerzen auf dem Altar werden entzündet und es wird noch einmal etwas Räuchermischung auf die Räucherkohle gelegt.

 

Sprecher_in 3:

Brand entbrennt an Brand, bis er zu Ende brennt,

Flamme belebt sich an Flamme

 

Sprecher_in 1:

All Ihr Gott- und Wesenheiten der neun Welten und dieses Ortes. Wir bedanken uns bei Euch für Euch großmütigen Beistand in der ersten Hälfte dieses Jahres. Jede und jeder Einzelne von uns und auch unser Herd wurde reich beschenkt.

 

Jemand reicht den Korb mit den Kräuterbündeln und den Korb mit den Blumen herum. Alle im Kreis nehmen sich ein Kräuterbündel und eine Blume.

 

Sprecher_in 2:

Euch zu Ehren und Euch zum Dank opfern wir Euch heute die Gaben des Sommers. Frische Blumen und den duftenden Rauch sommerlicher Kräuter. Und wir bitten Euch mit diesem Opfer, jede und jeder für sich und wir alle als Gemeinschaft, uns auch jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden, weiter Euren Beistand, Euren Schutz, Eure Lebenskraft und Euren Frieden zu schenken.

 

Alle:

Heil sei Euch, all Ihr Gott- und Wesenheiten der neun Welten. Wir bitten Euch um Euren Beistand, Euren Schutz, Eure Lebenskraft und Euren Frieden

 

Sprecher_in 3:

Mit unserem Opfer danken wir auch allen allen Ahnen, die uns in der ersten Jahreshälfte beschenkt haben.. Und wir bitten sie darum, dass sie uns wieder aufs Neue beistehen und uns mit ihren guten Gaben beschenken mögen.

 

Alle:

Heil sei Euch, all Ihr Ahnen die Ihr mit uns seid!

 

Sprecher_in 1:

Von den Göttern zu uns

Von uns zu den Göttern.

 

Immer in Vierergruppen gehen die Mitglieder des Kreises zum Altar, opfern dort die Blumen und verräuchern ihr Kräuterbündel auf den bereitgestellten Räuchergefäßen mit Räucherkohle.

 

Dabei singen alle:

Runengesang GEBO für die Opfergaben. DAGAZ für das Licht des Tages und EIWAZ für den Wandel

 

Wenn alle wieder zurück im Kreis sind, wird das Körbchen mit den Runenkieseln geholt.

 

Sprecher_in 2:

Heil sei Euch, Ihr Gott- und Wesenheiten der neun Welten, Heil sei Euch, unseren Ahnen! Ihr seid mit uns, wenn das Jahresrad sich immer weiterdreht, so, wie dieser Korb jetzt gleich im Kreis durch unsere Hände wandert. Die Kiesel darin sind noch warm von der Sonne der langen Sommertage. Doch ihre schwarze Farbe kündet bereits von der Dunkelheit, die von nun an nach und nach zurückkehren wird. Für jeden und jede von uns hält diese Zeit andere Geschenke und Aufgaben bereit. Die Runen auf den Kieseln sollen uns Hinweise und Denkanstöße zu diesen Geschenken und Aufgaben geben. Damit wir weise umgehen mit dem, was wir vom Leben bekommen.

 

Sprecher_in 3:

Lasst uns einen Moment in der Stille erfahren, was die kommende Zeit für uns bereithält.

 

Der Korb mit den Kieseln wandert einmal durch den ganzen Kreis. Jeder nimmt sich einen Runenkiesel und lässt die Rune einen Moment auf sich wirken.

 

Wenn der Korb einmal herumgegangen ist, wird das Horn mit Met gefüllt.

 

Sprecher_in 1:

(Bei Weihung des Horns mit dem Hammer- Zeichen)

Den Göttern zu Ehren, den Menschen zum Gedenken

Wir bekennen uns zu unseren Göttern

Das heilige Band sei erneuert.

 

Es folgen zwei gemeinsame Hornrunden des gesamten Kreises.

Die erste Hornrunde soll allen Gottheiten und Wesenheiten gewidmet sein, die uns individuell wichtig sind.

Die zweite Hornrunde soll allen Anliegen gewidmet sein, die uns persönlich wichtig sind und für die wir uns den Beistand und/oder den Zuspruch der Gemeinschaft wünschen

Der Rest im Horn geht auf den Boden.

 

Sprecher_in 2:

Wir danken allem, was lebt und uns wohlgesonnen ist, für das Kommen zu unserem Fest.

 

Sprecher_in 3:

Wer bleiben mag, soll nun bleiben

Wer gehen mag, soll nun gehen

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